Platin-Jubiläumspartner

Gemeinsam. Stark. Bayern.
75 Jahre Bestatterverband Bayern

4 Tage – 1 Jubiläum: 75 Jahre Bestatterverband Bayern

Manche Jubiläen kann man nicht an einem einzigen Tag feiern. Unser 75-Jähriges war so eins.

Über 350 Gäste sind unserer Einladung nach München gefolgt. Zufrieden und auch ein klein bisschen stolz blicken wir nun zurück: auf vier ereignisreiche Tage, einen krönenden Jubiläumsabend voller Begegnungen und auf einen Landesverband, der gemeinsam siebeneinhalb Jahrzehnte gefeiert hat. Und der dabei auch mutig nach vorn schaut.

Manche Jubiläen sind mehr als eine Zahl. Gegründet wurde unser Verband am 25. Oktober 1951 in Kitzingen. Fast auf den Tag genau 75 Jahre später kamen in München Menschen zusammen, die ein besonderer Beruf verbindet: unser Beruf – Bestatter.

Mitglieder des Bestatterverbandes Bayern, Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland, Jubiläumspartner und Ehrengäste haben dabei nicht nur einen Festabend erlebt, sondern vier Tage voller Austausch, Wiedersehen und Überraschungen.

Für alle, die nicht dabei sein konnten, und für alle, die es noch einmal erleben möchten, kommt hier unser Rückblick.

Mittwoch, 21. Oktober: Ankommen, tagen, Knödel

Los ging es am Mittwoch im Adina Hotel München, mitten im Werksviertel-Mitte. Hier tagten zunächst der Haushaltsausschuss und das Präsidium des Bundesverbandes Deutscher Bestatter. Für viele war es ein ganz normaler Sitzungstag, allerdings mit Blick auf ein Riesenrad.

Am Abend ging es dann in die Knödelalm, nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt. Die Stubnmusi spielte auf, beim Aperitif kam man schnell ins Gespräch, und Matthias Liebler zeigte beim Fassanstich, dass ein Verbandsvorsitzender auch mit dem Schlegel umgehen kann. Ein bayerischer Auftakt, wie er im Buche steht.

Donnerstag, 22. Oktober: Mittagessen in 78 Metern Höhe und Abend in der Allianz Arena

Am Donnerstag kam der Bundesverband Deutscher Bestatter zu seiner Mitgliederversammlung zusammen. Damit niemand die Mittagspause im Tagungsraum verbringen musste, hatten wir uns etwas ausgedacht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wussten nur, dass sie zu Fuß aufbrechen würden.

Wohin, war bis zuletzt eine Überraschung: ins Riesenrad „Umadum“ im Werksviertel. Mittagessen in der Gondel, mit Blick über die Dächer Münchens bis zur Frauenkirche. (Wer lieber festen Boden unter den Füßen behalten wollte, durfte selbstverständlich im Hotel à la carte essen.)

Am Abend wartete das nächste Highlight. Um 18 Uhr fuhren vor dem Hotel drei Busse vor, und zwar keine gewöhnlichen, sondern die Mannschaftsbusse des FC Bayern. Spätestens jetzt wurden die Handykameras gezückt. Über 100 Gäste machten sich auf den Weg in die Allianz Arena, wo sie über die Mixed Zone das Stadion betraten und es in drei Gruppen bei einer exklusiven Führung hinter den Kulissen kennenlernten. Anschließend gab es Abendessen in der Eventbox.

Und weil es ein Fußballabend war, gab es eine Mannschaftsaufstellung, die so noch nie gezeigt wurde: Bestatterverband Bayern gegen Bundesverband AllStars, als Endlosvideo, Spieler für Spieler, mit Rückennummer, Kapitänsbinde und Schiedsrichtergespann. Wer sich wiedererkannte, hat herzlich gelacht. Wer sich nicht wiedererkannte, vermutlich auch.

Freitag, 23. Oktober: Drei Sitzungen und ein Festabend

Am Freitag standen zunächst drei weitere Sitzungen auf dem Programm: Das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V., die Theo-Remmertz-Akademie e.V. und der Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes GmbH kamen zusammen.

Währenddessen wurde nebenan schon seit acht Uhr morgens gewerkelt. Die TonHalle im Werksviertel-Mitte, eine ehemalige Lagerhalle der Pfanni-Werke, verwandelte sich Stück für Stück in einen Festsaal: Goodie-Bags wurden gepackt, Blumen geliefert, LED-Wände ausgerichtet, die Fotobox aufgebaut, und Band und Showact absolvierten ihren Soundcheck. Als am Nachmittag das Licht eingeschaltet wurde, war klar, dass das ein besonderer Abend werden würde.

„Begann der Abend …?“

Eigentlich sollte der Abend mit unserem Kick-off-Video beginnen. Das stimmt aber nicht ganz.

Bereits ab 18 Uhr wurden unsere Gäste auf dem Roten Teppich empfangen, und zwar nicht nur vom Orgateam. Der Showact „Die Zeitreisenden“ von Volker Maria Maier nahm sie gleich mit auf eine Reise durch die Zeit.

Am Ende des Roten Teppichs, gleich hinter der Garderobe, wartete die Sponsorenwand mit Fotograf. 350 Gäste in 50 Minuten, das ergab 126 Fotos, also alle 24 Sekunden ein neues Motiv. Danke, Serjoscha, für diesen Marathon mit der Kamera! Alle Bildergalerien gibt es hier: https://75jahre-bvb.de/75jahre

Dann wurde es dunkel in der Halle, und unser Video-Trailer „Gemeinsam. Stark. Bayern.“ ließ 75 Jahre Verbandsgeschichte noch einmal lebendig werden. Spätestens bei den Bildern von der Rom-Reise zu Papst Benedikt gab es den ersten Szenenapplaus.

Was war, was ist, was kommt

BR-Moderatorin Irina Hanft führte durch den Abend und brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt: Andere Verbände feiern mit Kaffee und Kuchen. Wir nicht.

Danach wurde es persönlich. Im Gespräch mit Irina Hanft blickten Matthias Liebler und Ralf Michal, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, auf Vergangenheit und Zukunft des Verbandes. Aus einem einst unterschätzten Gewerbe, das neben den kommunalen Angeboten kaum eine Rolle spielte, ist über die Jahrzehnte ein modernes Handwerk geworden. „75 Jahre Bestatterverband Bayern sind 75 Jahre gelebter Zusammenhalt“, sagte Matthias Liebler. Ralf Michal ergänzte: „Starke Landesverbände wie der in Bayern sind das Fundament unseres Berufsstands.“

Es ging auch um die Themen, die uns alle bewegen: die Meisterpflicht, den Nachwuchs und den Wandel der Abschiedskultur. Als Matthias Liebler die unmittelbar bevorstehende Einführung der digitalen Todesbescheinigung ankündigte, gab es spontanen Jubel. Vermutlich war das der erste Applaus für eine Verwaltungsreform in der Geschichte der TonHalle.

Grüße aus Berlin und München

Auch aus der Politik kamen Glückwünsche. Bundesministerin Dorothee Bär und die bayerische Staatsministerin Judith Gerlach wandten sich per Videobotschaft an die Gäste.

Unser Schirmherr Hubert Aiwanger, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und stellvertretender Ministerpräsident, kam persönlich, und zwar sogar früher als geplant. Kurzerhand wurde das Programm umgestellt. In seiner Rede war deutlich zu spüren, wie stolz er auf unsere Branche ist. Die Handwerkerin des Jahres kommt in diesem Jahr aus dem Bestattungswesen, und auch den hohen Frauenanteil von 62 Prozent hob er ausdrücklich hervor.

Ein Zeichen der Verbundenheit

Zu einem Jubiläum gehört auch, etwas weiterzugeben. Matthias Liebler und Michael Hartl überreichten im Namen der Platin-Partner und des Verbandes einen Spendenscheck über 5.000 Euro an die Nicolaidis YoungWings Stiftung. Ihr Vorstand Bud A. Willim nahm ihn entgegen. Die Münchner Stiftung begleitet seit über 25 Jahren junge Trauernde und finanziert ihre Angebote über Spenden und Förderungen. „Wer in jungen Jahren einen Menschen verliert, braucht Halt“, sagte Michael Hartl.

Danke, Kristin!

Ein ganz persönlicher Moment des Abends galt Kristin Lauer. Seit Monaten hat sie diese Tage bis ins kleinste Detail geplant, von den Bussen bis zu den Blumen und vom Riesenrad bis zur Garderobe. Für ihre besonderen Verdienste zeichnete Matthias Liebler sie mit der Bronzenen Ehrennadel des Bestatterverbandes Bayern aus. Der Applaus dafür war einer der längsten des Abends.

Danke an unsere Jubiläumspartner

Ein solches Fest ist ohne starke Partner nicht möglich. Unsere Jubiläumspartner in den Kategorien Platin, Gold und Silber wurden vor Ort mit einer Urkunde geehrt. Stellvertretend zeigen wir das am Beispiel unseres Platin-Partners Jürgen Wolf Kommunikation aus Darmstadt. Die Agentur für Marketingkommunikation begleitet unser Jubiläum seit eineinhalb Jahren. Schatzmeister Michael Hartl und der 2. Vorsitzende Karl Albert Denk übergaben die Urkunde an Geschäftsführer Jürgen Wolf.

Das Orgateam, allen voran Michael Hartl, Matthias Liebler und Karl Albert Denk, bedankt sich bei allen Mitwirkenden, bei unseren Gästen und natürlich bei den Jubiläumspartnern, die diese Tage mit ihrem Engagement und ihrer Anwesenheit zu etwas Besonderem gemacht haben.

Und dann: Party

Nach dem offiziellen Teil übernahm die Nighthawk City Band aus Rosenheim, gesponsert von der Deutschen Bestattungsvorsorge. Draußen waren es acht Grad bei Nieselregen, drinnen lief „Sommer in der Stadt“, und die Tanzfläche war voll. Gefeiert wurde bis tief in die Nacht. Die Moderatorin hatte es ja angekündigt: „Die können feiern, die Bestatter.“

Wer beim Hinausgehen in seinen Goodie-Bag schaute, fand dort übrigens ein paar Dinge, die man so wohl nur von uns bekommt: einen Limoncello in Sargform, Socken mit Feuerbestattungs-Piktogramm, ein Feuerzeug mit der Aufschrift „Fast so heiß wie bei uns“ und Radieschensamen. Wir bleiben unserem Humor eben treu.

Samstag, 24. Oktober: Unsere Mitgliederversammlung

Wer am Freitag lange gefeiert hatte, musste am Samstag trotzdem früh aufstehen. Schon ab neun Uhr tagte der Juniorenkreis der bayerischen Bestatter in der Otto25 Bar im 25. Stock, mit Blick über ganz München. Ein kleiner Spoiler: Das könnte etwas damit zu tun haben, dass das Bundesjuniorentreffen im nächsten Jahr in Nürnberg stattfindet.

Um zehn Uhr begann dann die Mitgliederversammlung des Bestatterverbandes Bayern, praktischerweise direkt im Hotel.

Nach dem Mittagessen folgte ein Vortrag, der zum Anlass passte. Christian Mayer von der Süddeutschen Zeitung sprach über „Die Kunst des Nachrufs“: warum und auf welche Weise die SZ diese Kunst pflegt und regelmäßig über prominente und weniger prominente Menschen schreibt, die in Erinnerung bleiben. Es ging also um den Wert eines einzelnen Lebens, und damit um ein Thema, das uns Bestatterinnen und Bestatter jeden Tag begleitet.

Zum Abschluss verabschiedete Matthias Liebler die Mitglieder und wünschte allen eine gute Heimreise.

Auf die nächsten 75

Vier Tage, 350 Gäste, ein Riesenrad, drei Mannschaftsbusse und eine TonHalle voller Menschen, die ihren Beruf mit Haltung, Mitgefühl und ziemlich viel Lebensfreude ausüben. Wenn wir etwas mit nach Hause genommen haben, dann das Gefühl, dass dieser Landesverband nach 75 Jahren lebendiger ist denn je.

Danke, dass Sie dabei waren. Und allen, die es diesmal nicht geschafft haben: Wir freuen uns auf das nächste Wiedersehen.